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Glauben Sie an Gespenster? Heute
soll die Rede sein von einem Spuk, der viele unserer Zeitgenossen zur Verzweiflung treibt. Er befällt Arbeitslose und Manager, Verheiratete und Ledige, Jugendliche und Greise. Gedanken über die Angst, mit der
nicht nur die Pharmaindustrie Millionengewinne einstreicht. "Ausgebrannt..."
Solange das Leben gemäß unserer Planung verläuft, sind wir zu beschäftigt mit noch mehr Plänen, als daß wir großartig über den Sinn des Lebens nachdenken. Anders ist es bei Menschen, denen der
Boden unter den Füßen weggezogen wurde, weil Unplan- mäßiges ihr Leben kreuzte. Weil für die meisten Menschen Gesundheit das Wichtigste ist, kommen sie spätestens dann in Seelennot, wenn das für sie Wichtigste weg ist.
Dem können Sie vorbeugen, indem Sie nach einem Gott Ausschau halten, der nicht kaputtgeht. Dann bleibt Ihnen das Wichtigste erhalten, auch wenn Sie krank werden oder gar den Tod vor Augen haben.
Ob das Lebensschiffchen aufgrund von Fremdverschulden oder durch eigenes Fehlverhalten in Seenot geraten ist. Jedenfalls sind sie da: Die Zermürbungen,
die Kraftlosigkeiten, die Perspektivlosigkeit die Krise. Ausgebrannt und ausgelaugt enttäuscht von Gott und Menschen am Leben krank. Täglich mehrt
sich die Zahl derer, denen es so ergeht. Und viele der Betroffenen sind erschreckend jung. Jährlich sterben mehr Menschen durch Selbstmord, als durch Unfälle im Straßenverkehr.
Und Gott? Sein Reden von einem fernen Paradies. Ein billiges Vertrösten ohne echte, konkrete Hilfe? Und ich? Bin ich der Willkür des Lebens ausgeliefert? Was hat das alles für einen Sinn?
Ein sehr weiser Mensch namens Salomo hat erkannt, daß das Leben "unter der Sonne" von völliger Sinnlosigkeit geprägt ist. "...alles ist nur ein Haschen nach
Wind," (Prediger Salomo Kapitel 1, Vers 14) so drückt er sich aus. Salomo war ein Mann, der alles ausprobierte, was sein Herz begehrte: "Ich baute mir Häuser,
ich pflanzte mir Weinberge. Ich machte mir Gärten und Parks und pflanzte darin die unterschiedlichsten Fruchtbäume. Ich machte mir Wasserteiche, um daraus den aufsprießenden Wald zu bewässern. Ich kaufte Knechte und Mägde ...auch
hatte ich größeren Besitz ...als alle...Ich sammelte mir auch Silber und Gold und Schätze von Königen und Ländern. Ich beschaffte mir Sänger und Sängerinnen und die Vergnügungen der Menschen: Frau und Frauen. Ich wurde größer und
reicher als alle... Und alles, was meine Augen begehrten, entzog ich ihnen nicht. Ich versagte meinem Herzen keine Freude... Und ich wandte mich hin zu all meinen Werken, die meine Hände gemacht hatten. Und siehe: Das alles war
Nichtigkeit und ein Haschen nach Wind" (Prediger Salomo Kapitel 2, Verse 4-11).
Ist das nicht erstaunlich? Ein Mensch, der alles hat, redet von Sinnlosigkeit des Lebens? Reichtum macht eben nicht glücklich. Doch wie ist es mit denen, die
arm sind? Die Bibel berichtet auch von einem, der sich nach großem Wohlstand zunächst mit Armut und Krankheit abzufinden hatte.
Ein Mann namens Hiob stellt erbittert fest: "Meine guten Tage sind vorüber, zerrissen sind meine Pläne und die Wünsche meines Herzens (Hiob Kapitel 17,
Vers 11). Wo ist denn nun meine Hoffnung? Sie fährt mit mir hinab, sinkt mit mir in den Staub" (Hiob Kapitel 17, Verse 15 u. 16).
Und wie es so mit uns Menschen so ist: Gelingt uns etwas im Leben, dann klopfen wir uns auf die Schulter, geht etwas daneben, ist Gott dafür verantwortlich
. So fährt auch Hiob fort: "Gott ist es, der mich irregeführt und sein Fangseil um mich gezogen hat. Er hat meinen Weg verschüttet, und ich kann nicht herüber
und auf meine Pfade legt er Finsternis. Er hat mich abgebrochen ringsum, daß ich vergehe und hat meine Hoffnung ausgerissen wie einen Baum (Hiob Kapitel
19, Verse 6+8-10). Gott hat meine Seele bitter gemacht, ...in einen Grausamen verwandelt er sich mir. ...und niemand darf zu Gott sagen: Was tust Du?" (Hiob Kapitel 9, Vers 12b).
Eine wichtige Erkenntnis kann nun der betroffene Hörer diesen biblischen Berichten entnehmen: Das "krank am Leben sein" ist unabhängig von Armut oder
Reichtum Gesundheit oder Krankheit. Die Quelle Ihres "Ausgebranntsein" ist nicht außerhalb, sondern innerhalb von Ihnen zu suchen. Deshalb kann auch die
Hilfe nicht aus Ihnen heraus, sondern sie muß von außen kommen: von Gott. Wenn Sie von Gott und Menschen enttäuscht sind, dann ist das zunächst eine positive Sache. Denn indem Sie enttäuscht werden, sind Sie von einer
Täuschung befreit, der Sie aufgesessen sind. Sie haben sowohl die Menschen, als auch Gott falsch beurteilt. Jetzt bleiben Sie bei dieser Erkenntnis nicht stehen, und hören Sie, wie es weitergeht.
Salomo bemerkte, daß das Leben sinnlos ist unter der Sonne. Viele hundert Jahre später stellt ein Mann namens Paulus fest: "Wenn wir allein
in diesem Leben auf Christus hoffen, so sind wir die elendesten Menschen von allen" (I. Korintherbrief Kapitel 15, Vers 19). Begreifen Sie, daß Gott Ihr Leben über den Tod hinaus plant. Auf die Dauer muß
jeder krank und verzweifelt werden, der in dem Treiben unter der Sonne einen Sinn sucht. Diese Suche führt ins Aus. Die einen haben sich der Erkenntnis der Sinnlosigkeit des Lebens ergeben. Ihr
Leben plätschert monoton vor sich her. Morgen wird wie heute sein und übermorgen wie gestern. Die anderen prügeln die Sinnsuche mit sinnlosen und verrückten Dingen aus. Wieder andere zerbrechen unter der Frage nach dem
Sinn. Und gerade zu den Letzteren rede ich. Darum schenken Sie mir bitte noch weiter Aufmerksamkeit. Vielleicht steht am Ende dieser Sendung ein großes, klares "AHA!" in Ihrem Herzen.
Als Hiob seine Klagen beendet, antwortet Gott: "Wo warst du, als ich die Erde machte? Wer hat bestimmt, wie groß sie werden sollte? (Hiob Kapitel 38, Verse 4 u. 5).
Warst du schon unten bei den Meeresquellen? Den Grund des Meeres hast du ihn durchstreift? Hast du am Tor der Totenwelt gestanden, dort, wo die ewige Finsternis beginnt? (Hiob Kapitel 38, Vers 16 u. 17).
Kennst du den Weg zum Ursprungsort des Lichtes? Von welcher Stelle kommt die Dunkelheit? (Hiob Kapitel 38, Vers 19). Läßt du die Tierkreisbilder aufmarschieren, daß jedes sichtbar wird zu seiner Zeit? Kennst du die Ordnung,
der der Himmel folgt? (Hiob Kapitel 38, Verse 32 u. 33). Bist du vielleicht der einsichtsvolle Lehrer, bei dem der Falke seine Flugkunst lernt, wenn er nach
Süden zu die Flügel breitet? Schickt dein Befehl den Adler hoch hinauf, dort in der Höhe seinen Horst zu bauen? (Hiob Kapitel 39, Vers 26 u. 27). Willst du mich tadeln, oder gibst du auf ?" (Hiob Kapitel 40, Vers 2b).
Hiob hätte vielleicht erwartet, von Gott eine Erklärung zu bekommen, warum er so vom Schicksal gebeutelt wird. Doch Gottes Gegenfragen nein das hatte er
gewiß nicht erwartet. Da bricht es aus ihm heraus: "Ich bin zu gering, was soll ich antworten (Hiob Kapitel 40, Vers 4). Ich will meine Hand auf meinen Mund
legen. Ich habe unweise geredet, was mir zu hoch ist und ich nicht verstehe (Hiob Kapitel 42, Vers 3). Ich hatte nur vom Hörensagen von dir vernommen; aber nun hat mein Auge dich gesehen." (Hiob Kapitel 42, Vers 5).
Vielleicht hatten auch Sie, liebe Hörerin und lieber Hörer eine Erklärung für Ihre Depressionen erwartet. Und möglicherweise weiß ein Qualifizierterer als ich
Erklärungen. Ich weiß aber eines: Gott steht den am Leben zerbrochenen Menschen näher als sie meinen. Einen zerschlagenen Geist kann man eine Zeitlang mit Medikamenten oder gar Alkohol oder Drogen betäuben. Doch heilen
nein heilen eines zerbrochenen und zerschlagenen Geistes ist allein Gott möglich. Ja, durch einen Schreiber der Bibel läßt Gott Ihnen sogar sagen: "Der
Herr ist bei denen, die zerbrochenen Herzens sind und hilft denen, die ein zerschlagenes Gemüt haben" (Psalm 34, Vers 19). Ich wage zu sagen, daß Menschen im Leid Menschen sind, die Gott besonders
befähigt, stärker zu sein als Gesunde. Ergreifen Sie die Chance, die Leid in sich birgt:
Sehen Sie die Nähe Gottes in Ihrem Zustand. Besinnen Sie sich auf das, was Jesus Christus für Sie tat. Denn: "Er trug unsere Krankheit und lud auf sich
unsere Schmerzen. Wir aber hielten ihn für den, der von Gott geschlagen und gemartert wurde. Aber er ist um unserer Vergehen willen verwundet und um unserer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf daß wir Frieden
haben, und durch seine Wunden sind wir geheilt" (Jesaja Kapitel 53, Verse 45)
. Ronald Willems
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