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Nur 99% gerettet! Paulus ist ein leidenschaftlicher Kämpfer gegen
diesen einen, “religiösen” Schritt (z.B. Galaterbrief)
Dieser Spruch wird in mancherlei Hinsicht verwendet. Zum Einen soll er die Ungläubigen (die tot in Sünde und Übertretung sind) auffordern, die Initiative zu ihrer Rettung zu ergreifen. Zum Anderen soll er einem lauen
Christsein entgegenwirken. Doch wie denkt Gott über Schritte des Menschen: “Der Weg des Menschen steht nicht in seiner Macht und es ist keinem, der geht, gegeben, seinen Schritt zu lenken.” (Jeremia 10,23)Paulus
bekennt in Rö 7,18: “Ich weiss, dass in mir, das ist in meinem Fleisch, nichts Gutes wohnt.” Und Rö 3,11.12 sagt: “...da ist keiner, der Verständig ist, da ist
keiner, der Gott sucht. Alle sind abgewichen, sie sind allesamt untauglich geworden, da ist keiner, der Gutes tut - auch nicht einer.”
Der Spruch der 99 Schritte rechnet damit, dass in dem Menschen noch etwas lebt, an dem Gott anknüpfen könnte. Doch Gottes Gnade ist keine Mischfinanzierung aus seinem und menschlichem Bemühen.
Da kommt unser Humanismus, unsere Moral und Ethik nicht mit. Wäre es denn noch Gnade, wenn Gott auch nur einen Schritt unsererseits in Rechnung stellt?
Soll ein menschlicher Schritt zur Gnade Gottes und zur Heiligung qualifizieren?
Nein - im Inneren des Menschen ist durch die Sünde jedes Licht erloschen. Da gibt es für Gott keinen Anknüpfungspinkt. Es bedarf einer völligen
Bankrotterklärung - einer bedingungslosen Kapitulation der eigenen Fähigkeiten und 100%tige Rettung von Gott.
Nicht in einem Schritt, einem “guten” Prozent des menschlichen Willens, sondern allein in Christus und seines stellvertretenden Leidens und
Sterbens ist das vollkommene Heil zu finden, allein und vollkommen durch seine Gnade.
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